Ich war entsetzt, als ich den Laborbericht in den Händen hielt: Zwei Olivenöl-Proben waren mit Weichmachern und eine mit Pestiziden belastet. Zwar handelte es sich bei den Proben lediglich um Muster ab Fass, doch die Produzenten waren nicht irgendwelche Neulinge, sondern bewährte Delinat-Lieferanten. Wie üblich in solchen Fällen beauftragte ich ein zweites Labor zur Kontroll-Analyse. Dieses bestätigte die Resultate.
Frisch gepresstes Olivenöl fliesst aus Rohren auf einen Filter.
Die folgende Recherche ergab, dass die Oliven in allen drei Fällen nicht auf dem Produktionshof gemahlen wurden, sondern in Ölmühlen. Diese sind zwar in allen drei Fällen bio-zertifiziert, verarbeiten aber auch konventionell angebaute Oliven. Durch eine kleine Unachtsamkeit ist in ein Bio-Öl eine Spur konventionelles gelangt, was zu Pestizid-Spuren führte. Die Weichmacher-Verunreinigung, ein bekanntes Problem bei Ölen, ist stets auf Kontakt mit Kunststoffen zurückzuführen. Im einen Fall war die Ursache eindeutig auf einen Schlauch zurückzuführen, der vom Hersteller fälschlich als für Öle geeignet vertrieben wurde. Im zweiten Weichmacher-Fall konnte die Ursache nicht lokalisiert werden.
Natürlich kommen solcherlei belastete Produkte nicht ins Delinat-Sortiment, auch wenn die Grenzwerte weit unter den gesetzlich zugelassenen liegen. Es ist aber äusserst tragisch, dass ein ganzes Jahr Arbeit durch ein triviales Missgeschick in Gefahr gerät. Meine Absage an die Produzenten fällt mir in solchen Fällen besonders schwer. Denn obwohl sie keine Schuld trifft, müssen sie die Konsequenzen tragen.
Als wir im April über diese Tragödie im Newsletter berichteten, kam eine interessante Frage auf. Unser Kunde Franz Knecht fragte sich und uns, ob es nicht vertretbar wäre, solche «leicht angeschlagenen» Produkte doch ins Sortiment aufzunehmen. Er schrieb uns:
«Da die Probleme technischer Natur sind und nicht auf Betrug oder Mauschelei beruhen, fragte ich mich, ob Delinat solche Produkte nicht deklassiert und via einmalige Aktion bestehenden Kunden anbieten sollte. [...] Der Nutzen? Wenn wir Nachhaltigkeit ganzheitlich angehen wollen, dann sollten wir auch im Vertrieb (Delinat) und beim Einkauf (ich als Kunde) das Bild von allen Seiten beurteilen: Umweltnutzen durch nachhaltige Produktion (= Biostandards), Klimaschutz durch minimierten Energieaufwand (auch bei solchen Unfällen), sozialen Nutzen durch Verstehen von Kausalitäten und ökonomischen Nutzen durch kleinstmöglichen Abschreiber auf ‘richtig’ und anständig produzierte Produkte bei den Herstellern. Diese leben und arbeiten ja oft in ökonomisch nicht verwöhnten Randregionen und helfen so die Natur zu erhalten, auch die Vielfalt von Arten und Ökosystemen. Ein deklassiertes Produkt aus solcher Quelle, das als Öl einwandfrei ist, aber eben nicht den strengen Biostandards entspricht, ist mir dann allemal lieber als die meisten Produkte aus konventioneller Quelle.»
In meiner Aufgabe als Delinat-Einkäufer bin ich auch verantwortlich für die Produktqualität. Und es wäre nach aktuellen Vorgaben völlig ausgeschlossen, so ein Produkt ins Sortiment aufzunehmen. Doch natürlich verstehe ich Herrn Knechts Einwand und finde ihn überlegenswert, zumal im beschriebenen Fall unsere Produzenten ebenfalls Opfer sind und unter unserer Absage einen schweren wirtschaftlichen Schaden erleiden.
In meinem Zweifel frage ich Sie, die Verbraucherinnen und Verbraucher dieser Öle: Was meinen Sie zu diesem Vorschlag?
Autor:David Rodriguez,
Weinakademiker
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Ich kaufe gerade wegen der Kompromisslosigkeit sehr gern bei Delinat. Also bleibt bei den strengen Maßstäben.
Es gibt sowohl pro als auch contra einige ernsthafte Argumente, die in der Diskussion mehrfach geäußert werden. Jede Seite hat ihre Plausibilität. Was mich erschüttert und besorgt ist die Rigorosität und Gnadenlosigkeit einiger contra-Kommentare. Hier wird m. E. ein Fundamentalismus, ein schwarz-weiß-Denken propagiert, was mit der menschlichen Realität nicht übereinstimmt. Es gab nie eine reine Welt und wird es auch nie geben, damit möchte ich die gravierenden Umweltprobleme nicht bagatellisieren. Aber so wie es leider nie eine gerechte Welt geben kann (entsprechende Versuche endeten ausnahmslos in Blut,Chaos und Barbarei), sondern hoffentlich bald eine etwas weniger ungerechte Welt, so könen wir ernsthaft und beharrlich versuchen, etwas ökologischer zu leben, das ist effektiver, als jeder Fundamentalismus, der letztendlich tragischer Ausdruck von eigenen, ernsthaften, ungelösten inneren Problemen ist sowie Leugnung von Ambivalenz und Unvollkommenheit von uns allen leugnet. Es gibt zwr einige klare Wahrheiten, die Realität ist aber wesentlich komplexer als lineares, reduktionistisches Ursache-Folge-Denken.
Mit freundlichen Grüßen
Georg Rasch
Die Hälfte der bisher Antwortenden spricht sich kompromisslos für Qualität und die Einhaltung der Bio-Standards aus – und das ist grundsätzlich erfreulich. Trotzdem kann auch ich Herrn Knechts Überlegungen nachvollziehen- Ich würde es deshalb begrüssen, wenn Delinat zwischen der anderen Hälfte der Antwortenden und den betroffenen Produzenten vermitteln könnte – entweder durch Aufnahme in das Sortiment mit klarer Kennzeichnung (die Erkennung dürfte für die kompromisslosen Konsumentinnen und Konsumenten kein Problem darstellen) oder durch Führung einer speziellen Adressliste von Kunden, die ausdrücklich ihr Interesse an solchen Produkten erklärt haben (dann tauchen diese Produkte nicht im Sortiment auf).
Wenn diese Produkte gekennzeichnet sind und man auf Nachfrage auch die Gründe hinterfragen kann ist es jedem freigestellt trotzdem das 100% einwandfreie Produkt zu kaufen oder eventuell doch das vieleicht bedenkliche. Ein mündiger Kunde bleibt man in jedem Fall und Delinat muss sich nichts vorwerfen lassen.
Mir persönlich ist wichtig durch den Kauf ökologisch erzeugter Produkte die Produzenten zu unterstützen, die viel Aufwand betreiben, um unsrere Welt etwas weniger auszunutzen. Ich finde eine geringe “Verschmutzung” durch nicht optimale Materialien im Verarbeitugnsprozess rechtfertigt nicht, dass den Produzenten quasi der Boden unter Füssen weggezogen wird. Der Natur, die bei der Erzeugung schonend behandelt wurde schadet das ja nicht und dem Konsumenten wohl auch nicht, wenn die Grenzwerte deutlich unterschritten werden.
Deshalb plädiere ich dafür, dass diese Produkte durchaus auch von Delinat vertrieben werden sollten, mit dem klaren Hinweis auf die Spuren von Verunreinigungen. Dann kann jeder selbst entscheiden, ob er das Produkt kaufen möchte oder nicht.
Wenn Sie die nicht 100-%-igen Artikel entsprechend kennzeichnen, kann doch jeder selbst entscheiden, ob er nur “100%” kaufen will oder in Ausnahmefällen eben auch anderes. Entsprechendes machen andere durchaus ernst zu nehmende Bio-Anbieter auch (z.B. “Hin zur Natur” für Produkte von Erzeugern, die in der Umstellungsphase sind).
Ich ziehe die kompromisslosen Produkte vor, jedoch finde ich es auch gut, wenn Delinat in Ausnahmefällen die nicht ganz einwandfreien Artikel (gut gekennzeichnet) veräussert, um die Produzenten zu unterstützen.
Die Aussage von Martin Werner entspricht mir voll und ganz.
Man muss sich ja auch fragen, was mit dem zurückgewiesenen Oel nun passiert und ob durch die Rückweisung der Umwelt nicht schlechter gedient ist – solange die leichte Verschmutzung nicht in der Natur passiert ist und deren Entstehung zurückverfolgt werden kann.
Ich denke in Ausnahmefällen sollte das Produkt trotzdem ins Sortiment aufgenommen werden. Natürlich klar deklariert und mit Preisnachlass. Das Produkt muss aber besser sein als
herkömmliche Produkte, also immer noch Bio.
Hand aufs Herz: Wer würde ein Produkt aus Mitleid für die Produzenten kaufen, das deutlich deklariert Spuren von Pestiziden enthält?
Würden Sie es Ihren Kindern ins Essen mischen? Könnten Sie selbst es geniessen?
Wenn ich an alle Nahrungsmittelskandale der vergangenen zwei Jahre denke, dann finde ich, dass auch Unachtsamkeit Folgen haben muss. Personelle und Finanzielle.
Der Produzent sollte sein Produkt versichern lassen. Es wird doch sonst für jeden Mist eine Versicherung angeboten. Warum nicht hier?
Ich bin sehr der Meinung, dass Bioprodukte für den Menschen wie auch für die Natur das Beste sind. Das ein Produzent wegen der Verarbeitung durch dritte gleich auf dem Oel sitzen bleibt, finde ich schlimm.
Ich denke, dass der Verarbeiter besser aufpassen und sich auch bewusst machen muss, welche Konsequenzen sein Kunde hat, bei Unachtsamkeit mit dem Rohstoff.
Die Wege in reine Bioverarbeitungsbetriebe, würden die Natur sicher auch wieder zusätzlich belasten. Das Heisst der Verarbeiter sollte mit dem gelieferten Rohstoff achtsam umgehen. Ich denke ein Gespräch oder noch besser schriftliche Abmachungen welche den Produzenten schützen wären sicher wichtig.
Wie und wo solche Produkte auf den Markt kommen sollten dies wird für Delinat schwierig sein, das Heisst Delinat Kunden wollen ein reines Produkt. Für solches Oel muss ein anderer Vertreiber gefunden werden.
Da die Produzenten keine Schuld trifft, sollte man vielleicht überlegen Ihnen von Seiten Delinat eine Rechtshilfe zur Verfügung zu stellen um auf gerichtlichen Wege ihren Schaden zu minimieren.
@Tom: Zum Thema Manipulation der Umfrage: Ein mehrfaches Klicken wird zwar nicht mehrfach gezählt, aber mit etwas Tricksen geht die wiederholte Stimmabgabe schon. Für die Umfragen im Blog reicht uns dieses einfache, leicht zu bedienende Instrument. Wir nutzen diese Art Umfragen gern, da wir hier einfach und unkompliziert ein schnelles Stimmungsbild einholen können. Wir gehen auch davon, dass unsere Kundinnen und Kunden bei solchen Umfragen nicht absichtlich schummeln. Wichtige Entscheidungen fällen wir natürlich nicht auf so einer unsicheren Datenbasis.
Ja, ich würde das leicht verunreinigte Öl kaufen und ich würde es auch meinem Kind ins Essen mischen. Wenn ich zum Beispiel mir das teure “saubere” Öl nicht so recht leisten könnte. Wissen Sie wirklich, was in all Ihren Lebensmitteln so drinsteckt? Bei Delinat wird schon immer sehr ausgiebig gekennzeichnet. Warum dürfen die Käufer in diesem Fall nicht ein eigenes Urteil fällen? Ich hoffe, in Zukunft nur noch solche Luxusprobleme zu haben.
Ich halte einen Aspekt auch noch für Beachtenswert:
Unternehmer die frei äußern dürfen, das etwas schief gelaufen ist in Ihrer Produktion, tun dieses leichter, wenn die wirtschaftlichen Folgen für sie nicht so dramatisch sind.
Die sehr strenge Auslegung kann der Vertuschung und Verheimlichung Vorschub leisten, gerade wenn es um hohe wirtschaftliche Einbußen geht, dem Unternehmensansehen stark schadet oder gar Existenzbedrohend wird.
Langfristig schaffen wir so Vertrauen, dass Unternehmen von sich aus Fehler leicht zugeben können. Aus diesen Fehlern können dann alle lernen.
Die Kennzeichnung dieser Produkte ist natürlich Pflicht, aber man sollte auch nicht hysterisch werden, angesichts dessen was uns jeden Tag vorgesetzt wird.
Es gibt KundInnen, die aus gesundheitlichen Gründen auch auf winzigste Spuren von Pestiziden “verzichten” müssen, und die sehr froh sind, mit Delinat eine verläßliche Qualitätsadresse gefunden zu haben, ich gehöre dazu. Es wäre schade, wenn das gewonnene Vertrauen in´s Wanken gebracht würde …
Ich bin gegen eine Ausnahmeregelung.
Delinat hat über Jahre hinweg einen strengen und sehr hohen Biostandard aufgebaut, der weit über dem der EU-Verordnung liegt, aber auch deutlich über Demeter, Bioland etc. Trotz der hohen Auflagen an die Erzeuger, konnte Delinat mit der Konsequenz in Firmenphilosophie und Produktanforderungen aufzeigen, daß a) “Bio” keine leere Worthülse ist, zu der Sie durch die EU-Verordnungen verkommen ist und dem Verbraucher wirklichen Mehrwert bietet, jenseits der “Grün”färbung des Unternehmen, b) der hohe Biostandard, wie er einst gedacht war und durch Delinat ausgelegt wurde, messbare Erfolge und Nachweise für den Erhalt und Wiederaufbau unserer Umwelt aufzeigt, c) diese hochwertigen Produkte nicht nur für die höheren Einkommensschichten zugänglich sind, wie es häufig Bioprodukten vorgehalten wird, sondern ein Ergebnis aus nachhaltigem wirtschaften, und der Zusammenarbeit aller Beteiligten. Auch hier nimmt Delinat eine besondere Stellung in der Lebensmittelindustrie ein, indem es quasi open-source Qualitätsmanagement und Produktentwicklung betreibt und eben nicht nur den unternehmerischen Erfolg vor Augen hat, sondern durch die Weitergabe von Wissen, aktiv für eine Verbesserung unserer Umwelt arbeitet.
Aus klassischen betriebswirtschaftlichen Gründen würde eine Ausnahmeregelung wahrscheinlich schnell angeführt werden, um schneller zu wachsen und die Zukunft zu festigen; aber Delinat funktioniert mit ihrem Geschäftsmodell anders und steht für ein langsames, aber gesundes und starkes Wachstum, ähnlich dem in der Natur.
Eine Einführung von Ausnahmen würde m.E. das Bild nachhaltig schädigen, den Verbraucher verunsichern und Delinat die gleichen Praktiken der konventionellen Lebensmittelindustrie einschlagen lassen: die Verantwortung auf den Verbraucher abwälzen. Der “Wer lesen kann ist, klar im Vorteil” mag stellenweise seine Berechtigung haben, aber das Vertrauen, welches Delinat geniesst ist größtenteils ein blindes; hier aber positiv konnotiert. Eine Ausnahmeregelung würde dies negativ belasten. Das betrifft Verbraucher, wie auch Produzenten und ist ein sehr wertvolles Alleinstellungsmerkmal für die Qualität und für die Glaubwürdigkeit als Vorreiter eines nachhaltigen Unternehmertums.
Deswegen bin gegen eine Ausnahme bzw.Kompromissregelung.
Martin Svitek
Ich schätze Delinat-Produkte gerade wegen der konsequenten Handhabung der Bio-Standards im Einkauf und bin deswegen gegen jegliche Ausnahmeregelungen. Es gibt ausreichend andere Möglichkeiten, ökologisch-bio-nah oder konventionell hergestellte Produkte einzukaufen, die notabene auch hohe Ansprüche an die Produktqualität erfüllen.
@Matthias mich erstaunt die hohe Anzahl Teilnehmer in der Umfrage innert so kurzer Zeit. Da Manipulationen mittels technischen Kniffs nicht ganz ausgeschlossen werden kann, würde ich bei der Entscheidung die Voten in dieser Umfrage mindestens so stark gewichten.
Viele Grüsse, Martin Egg
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich lege großen Wert auf Klarheit und Transparenz. Ich glaube mich zu erinnern, einmal einen Wein im Delinat-Sortiment gefunden zu haben, der von einem Winzer stammte, der sowohl ökologisch als auch konventionell produzierte. Das hat mich gestört. Von diesem Winzer kaufe ich garantiert keinen Wein. Anders liegt die Sache hier. Die betroffenen Öko-Landwirte sind unverschuldet in diese Klemme geraten und ich bin froh, dass wir als Kunden davon erfahren haben um uns überhaupt entscheiden zu können. Deshalb habe ich auch dafür gestimmt, dass Delinat diese Ware anbieten kann – aber mit hohen “Chinese Walls” bitteschön! Also nicht im normalen Sortiment, sondern in einer Extra-Post usw. Aber eines noch: Was geschieht den mit den Ölen, die so wie sie jetzt verschmutzt sind, nicht mehr über Delinat als Öko-Öl vertrieben werden dürfen? Sie werden doch bestimmt nicht weg geschüttet?! Für den konventionellen Handel reicht die Qualität doch allemal. Also verkaufen werden die Bauern ihre Öle ja noch können, nur eben für den relativ höheren Öko-Preis nicht. Das ist doch dann ok. Und lehrreich für alle Beteiligten, noch genauer hinzuschauen und die möglichen Gefahren vorweg zu ahnen.
Mit besten Grüßen
HJvBerlepsch
Sehr geehrte Damen und Herren,
viele Aspekt zum Thema sind inzwischen geäussert worden.
Die Grundlage jeder individuellen Entscheidung zum Kauf ist Vertrauen, Transparenz (= Kennzeichnung)und eine Abgrenzung, damit Standards nicht aufweichen. Wir kennen das alle, heute sind es 1% Abweichung, morgen 2, dann 5 und 10%. Irgendwo muss eine Grenze sein. Preisabschläge beim Einkauf von Delinat führen zu Verbesserungsmassnahmen beim Produzenten, aber nicht zu Katastrophen. Kennzeichnungen im Delinatsortiment lassen jedem Vertreter einer Richtung freie Wahl der Entscheidung.
Beim Kunden von Delinat (mir z.B.)darf das Vertrauen in die Qualität der Produkte nicht erschüttert werden. Aber gute Info und freie Wahl zu haben ist eher vertrauensfördernd.
Wer von uns ist 100%ig?
Gruss
H.-Christoph Gehlhar
Sehr geehrte Damen und Herren
Ich bin selbst während meines gesamten Geschäftslebens Produzent von Frischprodukten (Zierpflanzen) gewesen.
Solche unbeabsichtigte “Unfälle” können jedem noch so gut organisierten Betrieb, wir waren ISO zertifiziert, passieren.
Meiner Meinung nach soll Delinat diese Produkte, sofern korrekt beschriftet/gekennzeichnet, weiterhin vermarkten.
Fruss
Werner Lamprecht
Danke für die ausführliche Darstellung. Viele “pro” und “contra” – Kommentare kann man nachvollziehen, da Sie aber gezielt gefragt haben, ob bei einer entsprechenden Kennzeichnung die jeweiligen Produkte in das Sortiment dürfen, habe ich mich für “JA” entschieden. Ihre Beschreibung erlaubt den Kunden eine Auswahl – und es wäre interessant (falls Sie das so einführen) später einmal zu hören, wie die Reaktionen waren.
Mit freundlichem Gruß
Liebe Delinat-Leute!
Natürlich bevorzuge auch ich absolut “saubere” Produkte. Doch man sollte hier “die Kirche im Dorf lassen”. Wenn die betroffenen Produzenten ansonsten gewissenhaft arbeiten und wie Sie schreiben selbst keine Schuld daran tragen, wäre aus meiner Sicht ein angemessener Kompromiss erreicht, wenn solche “verunglückten” Öle unter klarer Kennzeichnung der Rückstände von Ihnen angeboten würden. Zum einen kann so jeder Käufer selbst entscheiden, ob er das Produkt erwerben möchte, zum anderen ist dies für die Produzenten sozialverträglicher. Nach der Devise “Leben und leben lassen” zu handeln, hat noch selten jemand bereut.
Ansonsten möchte ich Euch für Eure gute Arbeit loben!
Ich hatte auch spontan “ja” angegeben, um die (unschuldigen) Produzenten nicht über Gebühr zu belasten usw., habe aber inzwischen meine Bedenken: Delinat sollte unbedingt “sauber” bleiben, damit der Name, der für eine ganz besondere Qualität steht, nicht “verwässert” wird, damit ich mich auf die Reinheitsgarantie bei jedem Produkt verlassen kann. Aber um der Verantwortung, die Delinat den Bauern gegenüber hat (die Bauern haben es wirklich schwer und geraten so leicht in Existenznot) gerecht zu werden, sollte für solche unbeabsichtigten Schadensfälle ein separater 1B-Shop gesucht oder ggbf. neu geschaffen werden.
Bleiben Sie bitte bei Ihrer bisherigen Linie, wenn ich Risikoweine dh billiger einkaufen will gehe ich zu Lidl/Aldi und anderen. Manchmal finde ich eine TROUVAILLE manchmal nur Essig. Es ist wie bei den Erdölsuchbohrungen!!
Obwohl ich auch saubere Produkt bevorzuge ist es eine Illusion zu glauben,dass es eine 100 % Reinheit gibt. Wenn jemand auf diesem Anspruch besteht muss er wohl auch auf’s Atmen verzichten. Und alle die so konsequent sein wollen dürften Olivenöl aber auch Wein etc. aus ausländischer Produktion gar nicht konsumieren, denn ihr Transport verursacht ja bekanntlich,so sauber sie auch sein mögen wiederum eine Umweltverschmutzung. Also wo beginnt und endet denn der Anspruch auf’s Prädikat ” absolut sauber oder 100% bio ” ??
Ich weiß ja nicht wie es um diesen Bauern steht, aber bei mir zuhause vor der Haustür gibt es viele die kurz vor dem Bankrott stehen. Ich habe von Delinat bisher nur Wein probiert, wenn allerdings dieses gekennzeichnete Produkt bei Delinat ins Sortiment kommt, werde ich sofort, der Solidarität halber, dieses Öl kaufen. Niemand sollte unschuldig bestraft werden. Dieser Bauer wird mit dem Geld von Delinat gerechnet haben und wird nur weniger bekommen. An Aufmerksamkeit wird es ihm die nächsten Jahre wohl kaum mangeln.
Ersteinmal Danke dafür, daß Sie sich den Zweifeln der Kunden und Ihren eigenen stellen. Ich empfinde es als sehr angenehm, daß wir – die Menschen – allmählich anfangen, ihre Schwächen und Fehler zu sehen und nach und nach anzunehmen. Erst dann ist es möglich, Heilung herbeizuführen für Mensch und damit für Mutter Erde. Fehler gehören dazu, wer immer sie auch gemacht hat.
Ich finde die hohen Qualitätsstandards von Delinat wichtig und richtig, denn sie geben Sicherheit und Hoffnung auf eine gesunde Zukunft. Auch ich engagiere mich für die Gesundung von Mensch und Erde. Doch durch Verurteilen und Ausgrenzen ist noch niemand geheilt worden. Es ist wichtig, Verantwortung zu übernehmen für sich im Gesamten. Und jeder kann für sich selbst entscheiden, ob er ein “nicht ganz reines” Öl zur Anwendung bringen möchte. Wie schon geschrieben wurde, sollten wir den gesamten Prozeß und vor allem die Menschen beachten, die mit Liebe ihre Arbeit verrichten. Wir haben nicht das Recht, diese Menschen für ihre “Fehler” zu verurteilen und aus dem Prozeß des Flusses auszugrenzen. Denn sie würden ihren verdienten Lohn nicht erhalten und sicher schwer daran zu tragen haben und da wir alle miteinander verbunden sind, schaden wir uns selbst. Dagegen kann ich mit einem “nicht ganz reinen” aber immer noch sehr hochwertigen Öl gut leben. Vielen Dank.
Ich war zunächst stark verunsichert, vor allem da die Produzenten geschädigt sind. Meine jedoch, delinat sollte
unbedingt auf die Standards achten. Vielmehr sollten entsprechende Maßnahmen getroffen werden, damit solche Verunreinigungen verhindert werden können. Und vor allem auch,
dass evtl. geschädigte Produzenten durch entsprechende Vertragsregelungen/Versicherungen abgesichert werden.
Selbstverständlich kann ich natürlich auch mit der Kompromiss-
lösung leben!
Wenn hier Hand geboten wird, Ausnahmen bei Qualitätsstandards zuzulassen, verwässern sich solche Richtlinien. Auch diese “technischen” Probleme wurden durch “Menschen” verursacht und sind nicht schicksalgegeben. Mag sein, dass keine bewusster Betrug vorliegt, aber Vernachlässigung der Richtlinien auf jeden Fall.
Um einen Qualitätsstand halten zu können, dürfen “offiziell” keine Kompromisse eingegangen werden! Dies hat nichts mit fundamentalistischem Gedankengut zu tun, sondern lediglich mit Erfahrung mit Audits.
Delinat kann ja versuchen, diese Oele offen deklariert mit Verunreinigungen zu verkaufen. Würde mich interessieren, ob dies Erfolg haben könnte.
Ich finde das ein sehr spanndendes und wichtiges Thema, zu dem ich einiges zu sagen hätte, das wichtigste hat mir Herr Georg Rasch (Beitrag vom 10.07.11) quasi schon aus dem Mund genommen, so daß ich mich ihm eigentlich nur vorbehaltlos anschließen mag.
Natürlich gehe ich davon aus, daß die entsprechenden Produkte klar gekennzeichnet sind, die Hintergründe offen gelegt werden und es sich um wirkliche unglückliche Einzelfälle handelt. Wenn dann noch eine Alternative nach den strengen Delinat Richtlinien im Angebot ist, kann jeder selbst entscheiden und jedem wäre geholfen.
“Unfälle” passieren immer wieder mal, aber wichtig ist, alles zu unternehmen, das diese nicht passieren und daraus zu lernen. “Unfälle” dürfen aber nicht dazu führen, das Richtlinien diesen Angepasst werden.
Eine “Veröffentlichung” der Kompromisse kann zum falschen Glauben führen es sei kein Problem die Delinatrichtlinien auch mal nicht ganz zu beachten. Der Schaden für die Identität von Delinat und die eventuell sich verkleinernde Kundentreue sind nicht zu unterschätzen.
Delinat wird nicht unglaubwürdig, wenn sie solches Öl klar deklariert verkauft. Wir Kunden können dann immer noch entscheiden, ob wir dieses Öl kaufen wollen oder nicht.
Auch wer gewissenhaft arbeitet, macht mal Fehler. Soll er deshalb gleich die Stelle verlieren? Eben. Deshalb sollten auch die Ölproduzenten nicht übermässig bestraft werden. Mit dem weiteren Vertrauen in die Produzenten werden diese auch in ihrer Haltung bestärkt, Fehler offen zuzugeben und nicht etwa zu vertuschen. Die wahren Schuldigen sollten jedoch belangt werden können, etwa der Lieferant des ungeeigneten Schlauches.
…Betonung auf “deutlich gekennzeichnet”…!
Bestraft wird im beschriebenen Fall der Produzent und nicht der Schuldige. Mit der genauen Deklaration der fehlerhaften Produkte und einer deutliche Kennzeichnung auf dem Etikett wird dem mündigen Konsumenten freigestellt einen Produzenten, dem er bisher die Treue gehalten hat, auch in schwierigen Zeiten zu unterstützen. Wenn keine Grenzwerte überschritten werden ist es sinnvoll mit den Betroffenen Lösungen auszuarbeiten, die es erlauben, bei wiederholtem Auftreten, die Schuldigen abzustrafen, zum Beispiel Verarbeitung bei einer anderen Ölmühle, denn ein Freipass darf dies auf keinen Fall werden. Wenn der Fehler aber beim Produzenten liegt müssen die Restriktionen hart sein.
Vielen Dank allen Abstimmenden und den Kommentierenden für die interessante Diskussion. Auch wenn es auf den ersten Blick scheint, dass die Meinungen weit auseinander gehen, so gibt es doch einen zentralen Konsens: Delinat soll der konsequenten Qualitäts-Ausrichtung unbedingt treu bleiben und keine Kompromisse eingehen. Eine zweite Aussage, in der Einigkeit herrscht, ist diese: Sollten Produkte mit Mängeln ins Delinat-Sortiment aufgenommen werden, müssten diese klar und auffällig deklariert sein. Oder noch besser unter einer anderen Marke vertrieben werden. Und drittens sollten Produzenten eine zweite Chance bekommen und Delinat sollte sie nicht mit dem Schaden im Regen stehen lassen.
Diese Empfehlungen decken sich mit unserem bisheriger Kurs. Wir werden auch weiterhin keine Kompromisse im Delinat-Sortiment zulassen. Und wir werden unsere sonst zuverlässigen Produzenten nicht infolge eines dummen Fehlers gleich im Stich lassen, sondern ihnen im Problemfall beistehen und ihnen eine weitere Chance geben, wenn Einsicht und Lernwille vorhanden sind. Wenn ein Produzent im Einzelfall mit einem “angeschlagenen” Produkt in Schwierigkeiten kommen sollte, so werden wir ihn unterstützen, zum Beispiel durch Vermittlung an andere Abnehmer. Unter der Marke Delinat werden wir solche Produkte aber nicht führen.
Ganz herzlichen Dank noch einmal. Auch wenn sich durch diese Umfrage nichts ändert, so sind wir doch dankbar zu wissen, dass wir im Interesse der meisten Kundinnen und Kunden handeln.
Sozial und ökologisch darf sich nicht ausschliessen nach dem Motto “Alle Risiken trägt der Produzent”. Wenn er sie nicht tragen kann, wird er für seinen ökologischen Einsatz existenziell bestraft. Der Konsument hingegen kann bequem auf andere, “saubere” Quellen ausweichen. Mit Fairness hat das wenig zu tun. Bei klarer Deklaration hat der Zwischenhändler (Delinat) gegenüber dem Produzenten und dem Konsumenten fair gehandelt und der Konsument kann sich nach eigenem Gewissen entscheiden.
Es zeichnet Delinat aus, dass diese Umfrage überhaupt gemacht wird. Wie sie mit dem knappen Ergebnis umgehen soll, ist wohl keine einfache Frage. Für mich wäre die Antwort klar.
Eine sehr strenge Auslegung der Richtlinien ist wichtig und sinnvoll – für jene Produkte, die das Bio-Label tragen.
Doch gerade der geschilderte Fall zeigt auch die Grenzen einer kompromisslosen Haltung. Zudem besteht die Gefahr, dass ein guter Hersteller wegen eines nicht einmal selbst verursachten und zudem sehr kleinen Problems in seiner Existenz bedroht ist. Das ist weder im Sinn einer ökologischen Landwirtschaft, noch ist es sozial zu verantworten.
Darum votiere ich für eine klare Auszeichnung der kompromissbehafteten Produkte und den Verkauf über Delinat – das Vertrauen gebe ich Delinat, dass sie damit seriös umgehen. Die testweise Einführung mit einer Kundenbefragung nach z.B. einem Jahr, das wäre mein Wunsch.
LG
Karl Schefer’s Position ist konsequent.
Eine grandiose Geschäftsidee, ein “Lebenswerk”, würde sonst aufgeweicht werden.
Da es auch mir den Magen zusammenzieht, wenn ich an die Einnahmeverluste der Produzenten und ihre Existenzängste denke, würde ich gern wissen, ob es tatsächlich mit der Hilfe von Delinat gelingt andere Abnehmer für das “kontaminierte” Öl zu finden.
Über das hoffentlich gute Ende würde ich mir einen Bericht im Newsletter wünschen.
Ihre Anfrage, wie auch die Überlegungen von Franz Knecht sind aus meiner Sicht hilfreich und fördern eine realistische und weniger ideologische Haltung zu Ökologie und Ökonomie.
Mit meiner Abstimmung zur Kompromisshaltung, möchte ich jedoch die Zuverlässigkeit der detaillierten Informationen hervorheben. Es gibt Produkte auf dem Markt die kein Knospenlabel haben und hoch qualifiziert und differenziert produziert werden und es gibt Knospenprodukte, die mich bei genauerem Hinsehen nicht überzeugen.
Differenzierte Information, kritisches Hinsehen, sporadische Analysen sind mehr Wert als viele Label. Damit bin ich nicht gegen Label, doch dafür, dass jedes Label sich auch immer wieder kritischen Fragen von aussen stellen muss.
Was aus einer Perspektive gut aussieht kann von einer anderen Seite betrachtet ziemlich fragwürdig sein (wie bspw. Kupferbehandlungen).
Mir geht es beim bio nicht um was ich im Teller oder Glas habe sondern was nicht in den Boden und in die Luft kommt. Das Gift in der Welt beunruhigt mich und will ich generell vermeiden und nicht speziell das in der Nahrung. Und auch ist mir die Bemühung wichtiger als Richtwerte.
Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Die geschädigten Produzenten haben Anspruch auf Schadensersatz durch die Ölmühle, diese lässt sich den Schaden vom Schlauch-Händler ersetzen. Olivenbauern sind ja nicht dumm, wir müssen sie nicht als hilflose unterentwickelte Menschen betrachten, die ohne unser Zutun untergehen.
Deshalb bin ich froh, dass Delinat seine Energie weiterhin in das eigentliche Kerngeschäft steckt, nämlich einen Markt für hochwertige biologische Produkte zu bedienen.
Auch wenn Herr Karl Schefer (Delinat Geschäftsleiter) schon einen – für mich sehr akzeptablen – Konsens gezogen hat, möchte ich ‚meinen Senf‘ doch noch beitragen.
Solange nicht jeder Einzelne die Verantwortung für SEIN Tun und Handeln übernimmt, wird es keine Möglichkeit geben, etwas zu verändern!
Sicher – es gibt Institutionen und Versicherungen, die Ersatz leisten. (Stefan)
Klar – MAN kann solche Produkte sogar „ENTSORGEN“.
Die Frage ist doch: Wie lange können wir es uns noch leisten, so hochtrabend zu sein, Lebensmittel zu vernichten und auszusortieren, wo auf der anderen Seite des Erdballs Menschen verhungern …..
Ich sehe es selber als sehr schwierig für eine Firma wie Delinat, es allen Recht zu machen, wenn so etwas, wie vorgegeben geschieht; aber es kann nicht sein, dass ein rechtschaffener Produzent so zurück geworfen wird.
Jede große Firma mit spezieller Kundenfrequenz hat auch eine eigene Verantwortung zu tragen. Die Verantwortung für SEIN Produkt. Dazu kommt die Verantwortung eines jeden Einzelnen für DAS LEBEN. Bei natürlich hergestellten Produkten geht es dem Kunden doch vornehmlich um ‚Gesundheit‘. Und wenn man weiß, wie diese funktioniert, kann man solch kleine ‚Ausrutscher‘ wieder ausbügeln. – Allerdings vom Grundsatz her auf keinen Fall tollerieren!!!!!
Ich möchte mich Litzenburger, Thomas Rusterholz, Joy und noch einigen anschließen, denn generelles „Schwarz-Weiß-Denken“ ist nicht immer gut.
Glückwunsch der Firma Delinat zu ihrer Entscheidung!
Geehrte Delinat . Verantwortliche,
Delinat verkauft schon seit vielen Jahren äusserst gewissenhaft kontrollierte Bioprodukte mit
grossem Erfolg.
Ich denke nur ein kleines Abweichen von den eigens erarbeiteten Richtlinien, und dann noch publiziert, würde der Firma schaden.
Weiter denke ich, dass ständige und genaue Kontrollen die betroffenen Produzenten motiviert zum auf demselben Niveau weiterzumachen.
Mit herzlichen Grüssen Martin Zürrer
aus dem Zürioberland
Sehr geehrte Damen und Herren!
Grundsätzlich bin ich für strenge Regeln. Bio muß Bio bleiben. Aber bei diesen speziellen Vorfall wurde der Hersteller selbst zum Opfer. Das Problem liegt sicher auch daran, daß immer mehr Plastik bei der Herstellung in Umlauf kommt. Da müßte, wenn möglich, auf andere Materialien ausgewichen werden.
So könnte ich mir natürlich nur in solchen Ausnahmefällen, die aber nicht zur Regel werden dürfen, vorstellen, daß solche Produkte wie von Hr. Knecht vorgeschlagen, speziell gekennzeichnet in den Handel kommen.
Denn es wäre schade, wenn ein Hersteller durch ein einmaliges Mißgeschickt im Weiterbestand seiner Existenz bedroht wäre. Noch dazu, wenn man bedenkt, daß ja durch die Umstellung auf Bio-Betrieb sicherlich sehr viel investiert werden mußte.
Mit besten Grüßen
Walter Papst